Knochen der Augenhöhle

Orbita

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In dieser Lerneinheit werden die an der Orbita beteiligten Knochen angesprochen. Der Aufbau der Augenhöhle wird somit deutlich. Zum einen werden die beteiligten Knochen Os frontale, Os lacrimale, Os ethmoidale, Maxilla, Os sphenoidale, Os palatinum und Os zygomaticum gekennzeichnet. Zum anderen werden Strukturen, wie beispielsweise die Fissuren oder Foramina erläutert.

Die Orbita schützt den Augapfel mit seinen Muskeln, Nerven und Gefäßen. Über ihre Öffnungen steht sie mit der mittleren Schädelgrube, der Fossa pterygopalatina, der Nasenhöhle und dem Gesicht in Verbindung. Wer weiß, welche Knochen die einzelnen Wände bilden und was durch welche Öffnung zieht, kann Frakturen und Ausfallsyndrome im Orbitabereich sicher einordnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sieben Knochen bilden die Orbita: Os frontale, ethmoidale, sphenoidale, lacrimale, zygomaticum, Maxilla und Os palatinum.
  • Die Orbita ist kegelförmig: Basis = Aditus orbitae, Spitze = Anulus tendineus communis.
  • Canalis opticus: N. opticus und A. ophthalmica.
  • Fissura orbitalis superior: Hirnnerven III, IV, VI, Äste von V1 und V. ophthalmica superior.
  • Lamina papyracea und Orbitaboden sind besonders dünn – typischer Ort der Blow-out-Fraktur ist der Boden.

Knochen der Orbita

Schädel von vorn mit farbig abgesetzten Knochen; in der Orbita Os sphenoidale, Siebbein und Tränenbein beschriftet (Gray)
Abbildung: Henry Gray, Anatomy of the Human Body (1918), gemeinfrei · Markierung: AnatomyProf

Die Orbita setzt sich aus sieben Knochen zusammen: Os frontale, Os ethmoidale, Os sphenoidale, Os lacrimale, Os zygomaticum, Maxilla und Os palatinum. Sie verteilen sich wie folgt auf die vier Wände:

  • Dach: Pars orbitalis des Os frontale, Ala minor des Os sphenoidale
  • Mediale Wand: Processus frontalis der Maxilla, Os lacrimale, Lamina orbitalis des Os ethmoidale, Corpus des Os sphenoidale
  • Boden: Facies orbitalis der Maxilla, Os zygomaticum, Processus orbitalis des Os palatinum
  • Laterale Wand: Os zygomaticum, Ala major des Os sphenoidale

Die dünnsten Stellen sind die mediale Wand (Lamina papyracea des Siebbeins) und der Orbitaboden über der Kieferhöhle. Bei einem stumpfen Schlag auf das Auge bricht deshalb typischerweise der Boden ein („Blow-out-Fraktur“); Orbitainhalt und M. rectus inferior können in die Kieferhöhle verlagert werden, was zu Doppelbildern führt. Die Abbildung zeigt den Schädel von vorn; Gray hat die Knochen farbig abgesetzt und in der Orbita u. a. das Os sphenoidale („Sphenoid“), die Lamina papyracea des Os ethmoidale und das Os lacrimale beschriftet.

Strukturen der Orbita

Schädel von vorn mit Beschriftung der Fissurae orbitales superior und inferior (Gray)
Abbildung: Henry Gray, Anatomy of the Human Body (1918), gemeinfrei · Markierung: AnatomyProf

Die Orbita weist eine kegel- bzw. pyramidenförmige Struktur auf: Der Aditus orbitae stellt die vordere Öffnung (Basis) dar, der Anulus tendineus communis – der gemeinsame Sehnenring der vier geraden Augenmuskeln – markiert das hintere Ende (Spitze).

  • Canalis opticus: N. opticus, A. ophthalmica
  • Fissura orbitalis superior: Nn. oculomotorius, trochlearis und abducens, Äste des N. ophthalmicus (Nn. frontalis, lacrimalis, nasociliaris), V. ophthalmica superior
  • Fissura orbitalis inferior: N. infraorbitalis und N. zygomaticus (aus dem N. maxillaris), Venenverbindungen zum Plexus pterygoideus
  • Foramina ethmoidalia anterius und posterius: gleichnamige Arterien und Nerven
  • Foramen zygomaticoorbitale: N. zygomaticus

Der Anulus tendineus communis umschließt den Canalis opticus und den mittleren Teil der Fissura orbitalis superior. Prozesse an der Orbitaspitze können daher gleichzeitig Sehnerv und Augenmuskelnerven schädigen (Orbitaspitzensyndrom). Die Abbildung (Schädel von vorn) ist nicht farbig markiert; Gray beschriftet „Superior orbital fissure“ und „Inferior orbital fissure“ sowie am Gesichtsschädel das Foramen zygomaticofaciale, die äußere Öffnung des Kanals, der am Foramen zygomaticoorbitale beginnt.

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