Hyaliner Knorpel

Trachea · HE

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Trachea, HE, Übersicht mit respiratorischem Epithel, Fettzellen, hyaliner Knorpelspange und Perichondrium
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Übersicht Trachealwand in der Übersicht: links respiratorisches Epithel und Fettzellen, in der Mitte die basophile Knorpelspange, rechts Perichondrium und straffes Bindegewebe. Aufnahme: © AnatomyProf

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Hyaliner Knorpel ist die häufigste Knorpelart. Seine Matrix erscheint homogen und glasig (griech. hyalos = Glas), weil die Kollagen-II-Fibrillen dieselbe Lichtbrechung haben wie die Grundsubstanz. Die Knorpelspangen der Trachea zeigen alle typischen Bauelemente: Chondrone, Knorpelhöfe und das umhüllende Perichondrium.

Daran erkennst du es

  • Homogene, glasige, basophile Matrix ohne sichtbare Fasern
  • Chondrozyten in Lakunen, oft in isogenen Gruppen (2–8 Zellen)
  • Dunkler Knorpelhof um jedes Chondron, hellere Interterritorialmatrix
  • Perichondrium mit abgeflachten Zellen am Rand
  • Keine Blutgefäße im Knorpel selbst

Aufbau

Chondrozyten liegen in Lakunen der Matrix. Durch Teilung entstehen Gruppen von 2–8 Zellen, die isogenen Gruppen. Eine solche Gruppe bildet zusammen mit der unmittelbar umgebenden, stark basophilen Matrix das Chondron (Territorium). Direkt um jede Lakune liegt die Knorpelkapsel, darum der Knorpelhof (Territorialmatrix). Zwischen den Chondronen liegt die hellere Interterritorialmatrix.

Außen umgibt das Perichondrium den Knorpel: ein äußeres Stratum fibrosum aus straffem Bindegewebe und ein inneres Stratum chondrogenicum mit Vorläuferzellen. Knorpel selbst ist gefäß- und nervenfrei.

Vergleich: elastischer Knorpel und Faserknorpel

  • Elastischer Knorpel (Ohrmuschel, Epiglottis): Matrix zusätzlich mit dichtem Netz elastischer Fasern (in Elastika- oder Resorcin-Fuchsin-Färbung dunkel), kleine Chondrone aus meist 1–3 Zellen, Perichondrium vorhanden, verkalkt nicht.
  • Faserknorpel (Discus intervertebralis, Symphyse, Menisken): reichlich Kollagen-I-Faserbündel, die parallel oder geflechtartig verlaufen; Chondrozyten einzeln oder in kurzen Reihen zwischen den Bündeln; meist kein Perichondrium.
  • Hyaliner Knorpel: glasige Matrix ohne sichtbare Fasern, große isogene Gruppen, Perichondrium (außer am Gelenkknorpel).

Mikroskopie-Tipps

In der Übersicht ist die Knorpelspange ein großes, violett-basophiles Feld zwischen Schleimhaut und Adventitia. Gehe zum Rand: Dort werden die Chondrozyten flach und spindelförmig und gehen ins Perichondrium über – ein gutes Prüfungsmerkmal. In der Mitte liegen große, rundliche Zellen in isogenen Gruppen mit dunklen Knorpelhöfen. Durch Schrumpfung ziehen sich die Zellen oft von der Lakunenwand zurück; der weiße Spalt ist ein Artefakt. Abgrenzung zum Knochen: Knochen ist eosinophil, lamellär und hat Gefäßkanäle.

Funktion und Klinik

Hyaliner Knorpel ist druckelastisch: Die stark negativ geladenen Proteoglykane (Aggrecan) binden Wasser, das unter Last ausgepresst wird. Er bildet Gelenkflächen, Rippenknorpel, Nasen-, Kehlkopf- und Trachealknorpel sowie das Skelettmodell des Embryos. Da er gefäßfrei ist und per Diffusion ernährt wird, regeneriert er kaum – Knorpelschäden bei der Arthrose sind daher weitgehend irreversibel. Im Alter verkalkt hyaliner Knorpel zunehmend, etwa am Rippen- und Kehlkopfknorpel.

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